{"id":104,"date":"2010-09-14T18:38:35","date_gmt":"2010-09-14T16:38:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cm-networks.de\/mobkomsys\/?page_id=104"},"modified":"2018-08-24T08:23:41","modified_gmt":"2018-08-24T06:23:41","slug":"kapitel-2-gprs","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.cm-networks.de\/mobkomsys\/?page_id=104","title":{"rendered":"GPRS"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auf dieser Seite finden Sie die L\u00f6sungen zu den Fragen und Aufgaben des Kapitels \u00fcber GPRS.<\/strong><\/p>\n<p>Anmerkung: Alle Antworten sind so kurz wie m\u00f6glich gehalten und setzen f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis das Studium des jeweiligen Kapitels voraus. Weitere Erkl\u00e4rungen, Informationen, Details und Zusammenh\u00e4nge befinden sich im Buch in den jeweiligen Kapiteln.<\/p>\n<p><strong>Antwort 1:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Bei der leitungsvermittelten Daten\u00fcbertragung gibt es eine exklusive Verbindung zwischen den Teilnehmern. Daten werden ohne Overhead wie Adressierung etc. \u00fcbertragen. Die Bandbreite und Verz\u00f6gerungszeit sind konstant. Bei der paktvermittelten Daten\u00fcbertragung gibt es keine exklusive Verbindung zwischen den Teilnehmern. Es werden nur Ressourcen verwendet, wenn auch tats\u00e4chlich Daten zu \u00fcbertragen sind. Da Daten in Paketen \u00fcbertragen werden, muss in jedem Paket Quell- und Zieladresse vorhanden sein, die f\u00fcr die Korrekte Weiterleitung der Pakete notwendig ist. Dadurch sind auch N:N Verbindungen m\u00f6glich. Je nach Auslastung des Netzes kann die Bandbreite des Kanals f\u00fcr einen Teilnehmer unterschiedlich gro\u00df sein. Dies hat den Vorteil, dass bei burstartigen \u00dcbertragungen in vielen F\u00e4llen eine schnelle \u00dcbertragung gew\u00e4hrleistet ist.<\/p>\n<p><strong>Antwort 2: <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Da GPRS ein paketvermitteltes \u00dcbertragungssystem ist, werden auf der Luftschnittstelle nur Ressourcen (Timeslots) f\u00fcr einen Teilnehmer belegt, wenn dieser auch tats\u00e4chlich Daten \u00fcbertr\u00e4gt. Vor allem bei burstartigen \u00dcbertragen wie z.B. dem Websurfen erh\u00f6ht dies die Kapazit\u00e4t des Systems, da verschiedene Nutzer zu statistisch unterschiedlichen Zeiten auf das Netzwerk zugreifen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen mit GPRS Timeslots f\u00fcr eine \u00dcbertragung geb\u00fcndelt werden, die \u00dcbertragungsgeschwindigkeit wird also f\u00fcr einen Teilnehmer erh\u00f6ht. Wird die physikalische Verbindung zwischen Endger\u00e4t und Netzwerk unterbrochen (schlechter Empfang, gar kein Empfang f\u00fcr eine gewisse Zeit) bleibt die logische Verbindung weiterhin bestehen. Sobald sich die Empfangsbedinungen wieder verbessern wird die Daten\u00fcbertragung automatisch weitergef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Antwort 3: <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Durch dynamische Coding Schemes kann das Verh\u00e4ltnis des Nutzdatenanteil eines GPRS Datenpakets zu Fehlererkennungs- und Fehlerkorrekturbits den aktuellen \u00dcbertragungsbedingungen angepasst werden. Bei guten \u00dcbertragungsbedinungen kann die Fehlererkennung reduziert werden und somit die \u00dcbertragungsgeschwindigkeit gesteigert werden. Bei schlechten \u00dcbertragungsbedinungen werden mehr Fehlerkorrekturbits gesendet und die Verbindung bleibt auch bei schlechten Bedinungen erhalten.<\/p>\n<p><strong>Antwort 4: <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im GPRS Ready State k\u00f6nnen Daten vom SGSN ohne Verz\u00f6gerung zum Endger\u00e4t geschickt werden. Dem SGSN ist im Ready State eines Teilnehmers dessen Aufenthaltsort genau bekannt (Cell-ID) und er kann die Datenpakete mit dieser Information direkt an die PCU weiterschicken. Die PCU braucht den Teilnehmer nicht zu pagen, sondern kann sofort Ressourcen auf der Luftschnittstelle dem Teilnehmer zuweisen. Wechselt der Teilnehmer die Zelle muss das Endger\u00e4t eine Cell Update Nachricht an den SGSN schicken. Befindet sich der Teilnehmer im GPRS Standby State, ist dem SGSN nur die Location Area des Teilnehmers bekannt, da Zellwechsel nur noch beim Wechsel einer Location Area gemeldet werden. Dies spart Energie im Endger\u00e4t. Um Datenpakete an ein Endger\u00e4t im Standby State zu schicken, muss der SGSN das Endger\u00e4t zuerst suchen (paging). Nachdem sich das Endger\u00e4t mit einem leeren Datenpaket gemeldet hat, geht es automatisch wieder in den Ready Zustand \u00fcber. Durch Empfang des leeren Datenpakets ist dem SGSN nun auch wieder die aktuelle Zelle des Teilnehmers bekannt und das Datenpaket kann zugestellt werden.<\/p>\n<p><strong>Antwort 5: <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">In der Praxis wird heute bei GPRS kein Handover durchgef\u00fchrt (Network Control Order = 0). Das Endger\u00e4t ist selber f\u00fcr den Zellwechsel verantwortlich. Muss ein Zellwechsel w\u00e4hrend einer laufenden Daten\u00fcbertragung aufgrund der Empfangsbedinungen durchgef\u00fchrt werden, unterbricht das Endger\u00e4t die \u00dcbertragung und wechselt die Zelle. Von dort aus meldet es sich wieder beim SGSN. Dieser bemerkt dann denn Zellwechsel und sendet forthin die Datenpakete an die neue Zelle.<\/p>\n<p><strong>Antwort 6:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Neu eingef\u00fchrt wurden mit GPRS folgende Netzwerkelemente: a) Der Serving GPRS Support Node (SGSN), verantwortlich f\u00fcr Mobility Management und Session Management (GMM\/SM). b) Der Gateway GPRS Support Node (GGSN) bildet die Schnittstelle zwischen GPRS Netzwerk und dem Internet. Er ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die Vergabe der IP Adressen an die Anwender und versteckt die Mobilit\u00e4t des Anwenders vor dem Internet. c) die Packet Control Unit (PCU) bildet die Schnittstelle zwischen GPRS Kernnetz und dem Radionetzwerk. Die PCU ist verantwortlich f\u00fcr Packet Scheduling, Zuteilung von Timeslots f\u00fcr die Teilnehmer und terminiert das RLC\/MAC Protokoll.<\/p>\n<p><strong>Antwort 7:<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Bei GPRS wird einem Teilnehmer nur f\u00fcr eine gewisse Zeit Ressourcen (Timeslots) zugeordnet. Einem Endger\u00e4t werden ausserdem keine ganzen Timeslots zugeordnet, sondern nur Blocks zu vier Bursts. Auf diese Weise k\u00f6nnen auf einem Timeslot Daten f\u00fcr mehrere Teilnehmer gleichzeitig \u00fcbertragen werden. Der Temporary Block Flow mit dem Temporary Block Flow Identifier beschreibt, welche Datenblocks f\u00fcr welches Endger\u00e4t bestimmt sind.<\/p>\n<p><strong>Antwort 8: <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Ein Inter-SGSN Routing Area Update wird durchgef\u00fchrt, wenn ein Endger\u00e4t zu einer Zelle wechselt, die an einen neuen SGSN angeschlossen ist. Da die neue Zelle auch zu einer neuen Routing Area geh\u00f6rt, f\u00fchrt das Endger\u00e4t einen Routing Area Update durch. Der SGSN erkennt, dass das Endger\u00e4t bisher bei einem anderen SGSN angemeldet war und fragt bei diesem nach den Authentifizierungdaten des Teilnehmers. Nach Authentifizierung des Teilnehmers wird dann das HLR benachrichtigt, dass der Teilnehmer den SGSN gewechselt hat. Ausserdem wird auch der GGSN \u00fcber den Wechsel des SGSNs benachrichtigt, damit dieser in Zukunft die Pakete, die f\u00fcr den Benutzer eingehen an den neuen SGSN senden kann. Erst nach Abschluss all dieser Aktionen ist der Routing Area Update komplett und das Endger\u00e4t bekommt vom neuen SGSN eine Best\u00e4tigung \u00fcber den Routing Area Update.<\/p>\n<p><strong>Antwort 9: <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Im GPRS Kernnetz wird zwischen SGSN und GGSN das IP Protokoll f\u00fcr das Routing der (IP) Datenpakete des Benutzers verwendet. Diese werden jedoch nicht direkt \u00fcbertragen, sondern werden vom SGSN bzw. GGSN in das GPRS Tunelling Protocol (GTP) &#8216;eingepackt&#8217; und dann durch das GPRS Kernnetz &#8216;getunnelt&#8217;. Teil des eingepackten Pakets ist die IP Adresse der Endger\u00e4ts und der Quelle\/Ziel des Pakets. Somit ist die IP Adresse zweimal vorhanden. Das Tunneln der Datenpakete hat vor allem den Vorteil, dass bei einer \u00c4nderung der Route zwischen GGSN und SGSN aufgrund der Teilnehmermobilit\u00e4t keine Routingtabellen im GPRS Kernnetz ge\u00e4ndert werden m\u00fcssen, um die Pakete weiterhin korrekt durchstellen zu k\u00f6nnen. Au\u00dferdem wird so auch das GPRS Kernnetz vom Internet und vom GPRS Benutzer abgekoppelt und es gibt keine M\u00f6glichkeit, von Benutzer oder dem Internet auf GPRS Komponenten \u00fcber das IP Protokoll direkt zuzugreifen.<\/p>\n<p><strong>Antwort 10: <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Beim International Roaming m\u00fcssen keine Einstellungen im Endger\u00e4t ge\u00e4ndert werden, da auch bei einem Verbindungsaufbau im Ausland alle IP Pakete immer von\/zum GGSN im Heimatland \u00fcbertragen werden. Dies ist m\u00f6glich, da der Access Point Name (APN) ein Qualified Domain Name ist, an den der SGSN noch zus\u00e4tzlich den Mobile Country Code und den Mobile Network Code des Benutzers und die zus\u00e4tzlich Top Level Domain &#8216;.gprs&#8217; anh\u00e4ngt. Dieser Domain Name wird anschlie\u00dfend per DNS in die IP Adresse des GGSNs aufgel\u00f6st und die Anmeldung bzw. Datenpakete des Teilnehmers k\u00f6nnen an den GGSN im Heimatland weitergeleitet werden.<\/p>\n<p><strong>Antwort 11: <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Bei einem GPRS Attach meldet sich das Endger\u00e4t beim Netzwerk an. Danach weis das Netzwerk, dass das Endger\u00e4t eingeschaltet ist und in welcher Routing Area es sich befindet. Es wurde jedoch noch keine IP Adresse an das Endger\u00e4t vergeben und es k\u00f6nnen auch keine Daten \u00fcbertragen werden. Erst mit dem PDP Context Activation wird eine IP Adresse an den Teilnehmer vergeben und Daten k\u00f6nnen \u00fcbertragen werden. Auch die Abrechnung startet erst beim Aufbau eines PDP Contextes.<\/p>\n<p><strong>Antwort 12: <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Um Daten per GPRS von und zum Internet \u00fcbertragen zu k\u00f6nnen, muss ein PDP Kontext zwischen Endger\u00e4t und GPRS Netzwerk aufgebaut werden. Beim Aufbau des PDP Kontextes wird der Access Point Name \u00fcbergeben. Dieser Identifiziert den GGSN, \u00fcber den die Verbindung zum Internet hergestellt wird (siehe auch Antwort zur Frage 10).<\/p>\n<p><strong>Antwort 13 (nicht mehr in der 7. Auflage vorhanden): <\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">MMS Nachrichten werden immer zwischen dem Endger\u00e4t und dem MMS-Gateway ausgetauscht, das sich hinter dem GGSN befindet. Beim Senden einer MMS baut das Endger\u00e4t zun\u00e4chst eine GPRS Verbindung auf und verwendet dazu die APN, die der Netzbetreiber f\u00fcr den Versand einer MMS vorgibt. Meist ist es nur mit dieser APN m\u00f6glich, die IP Adresse des MMS Gateways zu erreichen. Danach wird die MMS, die \u00e4hnlich einer eMail aufbebaut ist, mit dem HTTP-PUT Verfahren gesendet. Dieses wird auch in Web Browsern verwendet, um Texteingaben des Benutzers auf einer Web Seite zur\u00fcck zum Webserver zu transportieren. Die MMS wird auf dem MMS-Gatway zwischengespeichert und an die adressierten Teilnehmer ausgeliefert. Bei einem Mobilfunkteilnehmer wird f\u00fcr die Auslieferung zun\u00e4chst das empfangende Endger\u00e4t mit einer SMS \u00fcber den Eingang der MMS am MMS-Gateway verst\u00e4ndigt. Je nach Konfiguration des Endger\u00e4ts wird nun sofort vom Endger\u00e4t automatisch eine GPRS Verbindung aufgebaut und die MMS vom MMS-Gateway abgeholt oder das Endger\u00e4t fragt zuvor den Benutzer um Erlaubnis. Um die MMS zu \u00fcbertragen, verwendet das Endger\u00e4t HTTP-GET. Dieses Verfahren wird auch in einem Web Browser verwendet um Web Seiten von einem Server abzurufen.<\/p>\n<p><strong>Aufgabe 14 (nicht mehr in der 7. Auflage vorhanden):<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Eine MMS Nachricht ist \u00e4hnlich einer eMail aufgebaut. Der Header enth\u00e4lt bei einer MMS zus\u00e4tzlich weitere X-MMS-&#8230; Tags, die MMS spezifische Informationen enthalten. Texte und Bilder im &#8220;Body&#8221; der MMS werden durch die bei eMails \u00fcblichen Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME) voneinander getrennt. Erster Teil einer eMail ist die Beschreibung der Aufbau der MMS in der XML Beschreibungssprache SMIL. Hier wird angegeben, auf welcher Seite welche Texte, Bilder, Videos, T\u00f6ne dargestellt\/wiedergegeben werden und wie diese angeordnet sind. In den weiteren Teilen der eMail werden dann die Texte, Bilder, Videos, etc. jeweils getrennt durch eine MIME Boundary Identifizierung \u00fcbertragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dieser Seite finden Sie die L\u00f6sungen zu den Fragen und Aufgaben des Kapitels \u00fcber GPRS. Anmerkung: Alle Antworten sind so kurz wie m\u00f6glich gehalten und setzen f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis das Studium des jeweiligen Kapitels voraus. 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